Einige Schüler*innen der AG Erinnerungskultur waren vom 3. bis 9. März in Griechenland und haben sich mit der deutschen Besatzung 1941 bis 1944 im 2. Weltkrieg auseinandergesetzt.
In der Deutschen Schule Thessaloniki haben wir die griechischen Jugendlichen wiedergesehen, mit denen wir im September 2024 in Polen u.a. die Gedenkstätten in Auschwitz besucht hatten. Sie haben uns ihren Dokumentarfilm zum “Holocaust in Thessaloniki” gezeigt. In der Stadt haben wir uns auf die Spuren der 1943 nach Auschwitz deportierten und ermordeten 50.000 jüdischen Menschen aus Thessaloniki begeben und z.B. das Jüdische Museum besucht.
In dem Dorf Chortiatis nördlich von Thessaloniki haben wir eine griechische Schule besucht. Dort haben wir gemeinsam mit griechischen Schüler*innen einen Dokumentarfilm über das Massaker deutscher Soldaten an der Zivilbevölkerung am 2. September 1944 gesehen. 149 Menschen, unter ihnen viele Kinder, wurden damals grausam ermordet und der Ort niedergebrannt. Chortiatis gehört zu den über 100 Märtyrerdörfern in Griechenland.
Neben den Begegnungen in den beiden Schulen gab es auch viel Zeit für das Erkunden der lebendigen Stadt am Mittelmeer. Besonders haben wir an jedem Abend die schönen Sonnenuntergänge mit Blick auf den Olymp genossen.






2025 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. Aus diesem Anlass richtete die Mainau am 30.1. eine Gedenkfeier am Erinnerungszeichen und in der Comturey für 34 vor allem französische Opfer aus dem befreiten Konzentrationslager Dachau aus. Diese waren im Mai und Juni 1945 nach ihrer Befreiung unter französischer Besatzung auf der Mainau ärztlich behandelt worden und starben dort aufgrund der schrecklichen Folgen der NS-Haftbedingungen.
Die Schülerinnen und Schüler der AG “Erinnerungskultur” waren gemeinsam mit Frau Studer-Ehret und Herrn Stier zu der Gedenkfeier eingeladen.









Die AG Erinnerungskultur setzte sich im Schuljahr 2023-24 mit dem Holocaust auseinander. Ziel der Gruppe war es, die historischen Hintergründe der deutschen Besatzung in ganz Europa zu untersuchen, die ideologischen Hintergründe der NS-Diktatur zu verstehen und den Aktualitätsbezug der Vergangenheit herzustellen. Die letzte Station auf dieser Reise des Wissens und der Erinnerung für die Gegenwart und die Zukunft war die Projektfahrt, die vom 22. bis zum 29. September 2024 in Polen stattfand.
Unsere Gruppe reiste mit Frau Studer-Ehret und Herrn Stier nach Krakau und Oświęcim, wo sie an einem fünftägigen Bildungsprogramm teilnahm, das von der Internationalen Jugendbegegnungsstätte organisiert wurde und thematische Workshops und Führungen durch die Gedenkstätte Auschwitz/ Birkenau umfasste. Unsere Schülerinnen und Schüler trafen sich mit 23 Schülerinnen und Schülern der Deutschen Schule Thessaloniki (dst.gr), die am gleichen Projekt teilnahmen. Durch die Teilnahme wurde das Wissen über den Holocaust und Auschwitz sowie dessen Bedeutung für die griechische, deutsche, polnische und europäische Erinnerungskultur erweitert. Gleichzeitig wurde über Themen wie Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit im Zusammenhang mit dem sozialen und politischen Kontext der Gegenwart diskutiert.
Ein herzlicher Dank geht an die Internationale Jugendbegegnungsstätte Oświecim (mdsm.pl) und die für uns Zuständige für die Koordination und Durchführung des Bildungsprogramms, Frau Judith Hoehne-Krawczyk.
Ein großes Dankeschön gilt auch der Sanddorf-Stiftung Regensburg (sanddorf-stiftung.de) und der Messmer-Stiftung Radolfzell (messmer-stiftung.de), die durch ihre finanzielle Unterstützung diese Fahrt überhaupt erst ermöglichten.
Während der Projektfahrt entstand ein Foto-Tagebuch mit Beiträgen der beteiligten Schüler:innen. Dieses kann hier heruntergeladen werden:
Außerdem wurde von Mara Waldheuser, einer Schülerin des AvH ein Zeitungsartikel verfasst, der Anfang November im Südkurier erschienen ist.




