Die AG Erinnerungskultur beschäftigt sich in diesem Schuljahr mit der deutschen Besatzung in Europa während des 2. Weltkriegs.
Unsere Reise in Bildern
Vom 2. bis zum 9. Februar sind 29 Schüler*innen der Klassen 8, 9 und 10 “auf den Spuren der deutschen Soldaten 1941-44” nach Thessaloniki und Chortiatis gereist. Ein kleines Tagebuch soll mit einigen Fotos einen Eindruck von unseren bewegenden Besichtigungen und Begegnungen in Griechenland geben
2.2. Montag
Am Nachmittag flogen wir von Zürich nach Thessaloniki.
Wir fuhren abends mit dem Bus zu unseren vier Ferienwohnungen im Zentrum, die jeweils von einer unserer vier Begleitpersonen Frau Angele, Frau Stier, Caroline Stier (Studentin) und Herrn Stier betreut wurden.
3.2. Dienstag
Zunächst erkundeten wir die Umgebung unserer Wohnungen: in zwei Stadtrundgängen liefen wir erst über den Aristotelou-Platz und entlang der Promenade am Meer bis zum “Weißen Turm“. Am Nachmittag ging es durch die verwinkelte Altstadt „Ano poli” bergauf bis zur Burg.
4.2. Mittwoch
Mit einer Stadtführung auf Englisch erfuhren wir viel über die römische , byzantinische und osmanische Zeit in Thessaloniki. Besonders eindrucksvoll waren die orthodoxe Hagios Demetrios-Kathedrale, die Ausgrabungen am Forum Romanum, die Rotonda und die Ruinen des Galerius-Palastes.
5.2. Donnerstag
Während eines Stadtrundgangs auf den Spuren der über 2000 jährigen Geschichte der jüdischen Gemeinde Thessalonikis setzten wir uns mit den Schrecken des Holocaust auseinander. Im Jüdischen Museum wird die Deportation der jüdischen Bürger der Stadt 1943 eindrucksvoll dokumentiert. Unser Rundgang endete am Mahnmal für die ca. 50.000 in Auschwitz ermordeten Juden Thessalonikis am Hafen. Dort endeckten wir auch Stolpersteine für die vielen jüdischen Hafenarbeiter.
Am Nachmittag besuchten wir das Goethe-Institut, wo die Bibliothekarin uns dessen Aufgaben als wichtige deutsche Institution im Ausland erklärte und zusätzlich in eine kleine aktuelle Ausstellung einführte: “Vergessene Sterne” bezieht sich auf das historische Gedächtnis der Roma aus Thessaloniki im Holocaust.
6.2. Freitag
Wir fuhren mit dem Linienbus ca. eine Stunde zum kleinen Ort Chortiatis. Dort trafen wir uns in einem Gymnasion mit griechischen Schüler*innen der Klassen 7-9, die für uns einen Rundgang auf den Spuren der deutschen Besatzung auf Englisch vorbereitet hatten. Chortiatis gehört zu den 126 Märtyrerdörfern- und städten in Griechenland, die während der Jahre 1941-44 schwere deutsche Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung erleiden mussten: am 2. September 1944 wurde der Ort niedergebrannt und 149 Bewohner wurden grausam ermordet. Nach der bewegenden Begegnung mit den griechischen Jugendlichen, die uns im nächsten Schuljahr in Konstanz besuchen werden, schauten wir noch einen vor 10 Jahren in der Schule entstandenen Dokumentarfilm über das schreckliche Massaker.
7.2. Samstag
Wir besichtigten das Archäologische und das Byzantinische Museum und erlebten bei sonnigem Wetter das lebendige Thessaloniki am Wochenende.
8.2. Sonntag
Unser Sonntagsausflug führte uns mit dem Bus in den Vorort Pereia, wo man am Strand einen schönen Blick auf die Millionenstadt hat.
An der Promenade oder von den Hügeln der Antstadt genossen wir noch einmal den herrlichen Sonnenuntergang über dem Meer mit Blick auf den Olymp.
9.2. Mo
Nach letzten Einkäufen in den Markthallen am Aristotelou-Platz flogen wir am Nachmittag von Thessaloniki zurück nach Zürich und fuhren abends mit der SBB wieder nach Konstanz.

































